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VERWALTUNGSGERICHT OLDENBURG
- 6. KAMMER -
Urteil vom 22. Januar 2003 - Az. 6 A 3138/02
Behördeninterne Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes
LEITSATZ:
Bei der behördeninternen Bekanntgabe eines Verwaltungsaktes findet § 41 Abs. 2 Satz 2, 2. Halbsatz, Verwaltungsverfahrensgesetz entsprechend Anwendung.
Entscheidungsgründe:
I.
Der Kläger begehrt die Nachzahlung von Bezügen.
Der Kläger steht als Beamter im Dienste des Landes Niedersachsen und ist Vater von drei, im ... geborenen Kindern, für die er im streitbefangenen Zeitraum Kindergeld und die kinderbezogenen Bestandteile im Orts- bzw. Familienzuschlag erhielt. Mit Schreiben vom 15. November 1990 erklärte ... weiter lesen
Wie berichtet wurden zwischenzeitlich auch in Bayern die wiederkehrenden (Anlieger-) Beiträge eingeführt. Zweck der Regelung ist es die ungeliebten Straßenausbaubeiträge abzulösen und eine Regelung zu schaffen, die kleine Beitragslasten auf mehrere, nämlich sämtliche Grundstückseigentümer verteilt, dafür aber regelmäßig.
Ob es sich dabei um einen neuen Lösungsansatz handelt, der die betroffenen Gründstückseigentümer zufriedenstellt ist eher fraglich. Ebenso dürften neue Rechtsstreitigkeiten vorprogrammiert sein.
Kern der bayerischen Regelung ist die Möglichkeit der Gemeinden nunmehr, anstatt der bisherigen Beiträge, ... weiter lesen
Lüneburg (jur). Das Land Niedersachsen muss keine Zuschüsse für die Schließung eines Krankenhauses zahlen, wenn das Krankenhaus ohnehin insolvent ist. Das hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg in einem am Dienstag, 17. Februar 2015, bekanntgegebenen Urteil entschieden (Az.: 13 LC 107/14). Es lehnte damit die Zahlung von „Ausgleichsleistungen“ für die Schließung des Krankenhauses im süd-niedersächsischen Uslar ab.
Das von einer gemeinnützigen GmbH betriebene Krankenhaus war 2012 wegen Insolvenz geschlossen worden. Kurz vor dem Insolvenzantrag hatte der Betreiber noch Ausgleichsleistungen des Landes beantragt.
Das ... weiter lesen
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass freizügigkeitsberechtigte Bürger aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union nur dann aus Deutschland ausgewiesen werden dürfen, wenn die Ausländerbehörde eine individuelle Ermessensentscheidung getroffen hat. Zwingende Ausweisungen und Regelausweisungen, wie sie § 47 des Ausländergesetzes bei schweren Straftaten vorsieht, dürfen gegen EU-Bürger nicht mehr verfügt werden. Außerdem müssen die Ausländerbehörden und die Gerichte künftig neue Tatsachen, die nach der Ausweisungsverfügung entstanden sind, berücksichtigen. Der für das Ausländerrecht zuständige 1. Revisionssenat zog damit die Konsequenzen aus einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg (EuGH) vom ... weiter lesen
Das Verwaltungsgericht Köln hat unter dem Aktenzeichen 14 K 6556/20 entschieden, dass die Erhebung der LKW-Maut zwischen dem 1. Oktober 2015 und dem 27. Oktober 2020 teilweise rechtswidrig war. Die Begründung: In die Mautsätze wurden Kosten für die Verkehrspolizei einbezogen, was gegen EU-Vorgaben verstößt. Die Bundesrepublik Deutschland muss nun die zu viel gezahlten Mautgebühren zuzüglich Zinsen zurückzahlen.
VG Köln gibt Klage statt: Teilweise Rückerstattung der LKW-Maut
Eine Klägerin forderte die Rückerstattung der von ihr entrichteten LKW-Maut für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 27. Oktober 2020, spezifisch den Teil der Maut, der die Kosten der Verkehrspolizei umfasste, samt Verzinsung.
Nach einem ... weiter lesen
Mit Beschluss vom 26. Januar 2001 hat die 1. Kammer des Ersten Senats
des BVerfG den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
abgelehnt, mit dem der Veranstalter einer rechtsextremen Demonstration
durchsetzen wollte, dass diese am 27. Januar 2001 stattfinden kann.
1. Der Antragsteller (Ast.) hatte die Kundgebung mit dem Thema "Für
Meinungsfreiheit - Demo statt Infotisch!" für den 27. Januar 2001
angemeldet. Die Versammlungsbehörde versuchte eine einvernehmliche
Verlegung des Demonstrationstermines auf den 28. Januar zu erreichen.
Hierauf ließ der Ast. sich nicht ein. Er meldete allerdings für
den 28. Januar 2001 eine identische Veranstaltung an.
Die Versammlungsbehörde verfügte daraufhin im Wege der ... weiter lesen
Das Sammeln von Geld für karitative Zwecke kann verboten werden, wenn ein großer Teil des Spendenaufkommens anderen als wohltätigen Zwecken zufließt. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.
Der Antragsteller hat als Hilfsorganisation über mehrere Jahre Gelder von Fördermitgliedern eingenommen. Der überwiegende Teil der Spenden wurde für Verwaltungskosten ausgegeben. Daraufhin untersagte ihm die zuständige Behörde unter Anordnung der sofortigen Vollziehung die Durchführung weiterer Sammlungen. Der Antrag des Antragstellers, die aufschiebende Wirkung seines hiergegen eingelegten Widerspruchs wiederherzustellen, lehnte das Verwaltungsgericht ab. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte nun diese ... weiter lesen
Bundeswehr muß Kosten für künstliche Befruchtung einer Soldatin durch intrazytoplasmatische Spermainjektion nicht übernehmen
Die freie Heilfürsorge für Soldatinnen erstreckt sich nicht auf eine intrazytoplasmatische Spermainjektion. Das hat das Bundesverwaltungsgericht heute entschieden.
Die Klägerin, eine verheiratete Soldatin auf Zeit, unterzog sich wegen anhaltender Kinderlosigkeit einer als "intrazytoplasmatische Spermainjektion (ICSI)" bezeichneten medizinischen Behandlung. Dabei wird außerhalb des Körpers der Frau in ein ihr zuvor entnommenes Ei mit einer Mikropipette eine Samenzelle des Ehemannes injiziert. Das künstlich befruchtete Ei wird danach in ihren Körper zurückverpflanzt.
Die Bundeswehr weigerte ... weiter lesen
Mit den Beteiligten heute zugestellten Urteilen vom 27. September 2013 hat die 27. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf den Klagen des NDR und des niederländischen Senders NPO gegen die 8. Kabel belegungsentscheidung der beklagten Landesanstalt für Medien NRW (LfM NRW) vom 5. Juli 2012 teilweise stattgegeben.
Die LfM NRW hatte den Sendern NDR und NPO in der Belegung des analogen Kabelnetzes von Unitymedia in NRW keinen Platz mehr zugewiesen, weil die entsprechende Vorschrift des § 18 Abs. 4 des Landesmediengesetzes NRW aufgrund des Ende 2007 vollzogenen Umstiegs auf das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) gegenstandslos geworden sei, jedenfalls aber, weil die Programme mittels portablen Empfangs ... weiter lesen
VERWALTUNGSGERICHT OLDENBURG
- 13. KAMMER -
Beschluss vom 29. Januar 2003 - Az. 13 B 5168/02
Sozialhilfe bei eheähnlicher Lebensgemeinschaft
LEITSÄTZE:
Zweifel an der Bedürftigkeit gehen zu Lasten des Hilfesuchenden.
Das Vorliegen einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft muss der Träger der Sozialhilfe nachweisen.
Entscheidende Hinweistatsachen sind u. a. die Dauer des Zusammenlebens (hier: über 10 Jahre), die nach außen erkennbare Intensität des Zusammenlebens (hier: Bezeichnung als "Ehemann" gegenüber Dritten) und das Füreinandereinstehen in Notsituationen
Die "Suchfrist" von sechs Monaten zur Senkung unangemessen hoher Unterkunftskosten kann verkürzt werden, ... weiter lesen
Wenn eine wichtige Prüfung unmittelbar bevorsteht, zählt oft jeder Tag. Wer dann für ein minderjähriges Pflegekind gerichtliche Hilfe beantragen will, muss aber vorher klären, wer das Kind rechtlich vertreten darf . Eine vermeintlich ausreichende Vollmacht kann sonst dazu führen, dass der Eilantrag gar nicht inhaltlich geprüft wird. Genau das zeigt ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen zu einem Nachteilsausgleich bei einer schulischen Abschlussprüfung.
Betroffen sind vor allem Pflegefamilien, minderjährige Schüler, Schulen und Anwälte in eiligen Schulverfahren. Die Entscheidung macht deutlich: Schulische Mitwirkung oder Betreuung im Alltag ersetzt nicht automatisch die Befugnis, für ein Kind vor Gericht ... weiter lesen
Wer von einer Behörde mehrere Schreiben zum selben Vorgang bekommt, kann leicht annehmen: Eine Klage gegen den einen Bescheid erfasst auch den anderen. Genau das ist riskant. Denn wenn ein Bescheid nicht rechtzeitig und eindeutig angegriffen wird, kann später auch ein Eilantrag scheitern. Für Bauherren und andere Betroffene in Verwaltungsverfahren ist die Entscheidung besonders wichtig, weil sie zeigt, wie streng Gerichte bei Klagefristen und Klagezielen sein können.
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Beschwerde einer Antragstellerin zurückgewiesen. Sie wollte erreichen, dass die Wirkung einer Klage gegen eine behördliche Ordnungsverfügung vorläufig berücksichtigt wird. Nach Auffassung des Gerichts war die ... weiter lesen