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Berlin (jur). Das Land Berlin durfte die Zahl der Geldspielgeräte je Spielhalle von zwölf auf acht begrenzen. Dies beuge der Spielsucht vor und liege auch in der Kompetenz des Landes, heißt es ihn einem am Montag, 3. November 2014, bekanntgegebenen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Berlin-Brandenburg in Berlin (Az.: 1 S 30.13).
Früher durften in Berlin zwölf Geldspielautomaten in jeder Spielhalle stehen. Mit dem Anfang Juni 2011 in Kraft getretenen Spielhallengesetz senkte das Land die Obergrenze auf acht ab. Bestehende Betreiber bekamen aber eine Übergangsfrist von zwei Jahren.
Der klagende Spielhallenbesitzer meint, die Änderung sei unzulässig. Die Gesetzgebungskompetenz ... weiter lesen
Wenn ein Kind nach der Grundschule nicht an die gewünschte Gesamtschule kommt, kann die Frage nach freien Plätzen entscheidend werden. In dem entschiedenen Fall ging es darum, ob eine Schule weitere Kinder aufnehmen musste, obwohl sie die Zahl der Plätze je Eingangsklasse unter den Bandbreitenhöchstwert gesetzt hatte. Die Entscheidung betrifft insbesondere die Aufnahme von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf .
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat eine Beschwerde gegen die Ablehnung eines Schulplatzes zurückgewiesen. Die Entscheidung ist vor allem für Fälle relevant, in denen im Eilverfahren ein Platz an einer Wunschschule erreicht werden soll.
Das Wichtigste in Kürze
Die Beschwerde ... weiter lesen
München (jur). Wollen Behörden in einem Mietshaus nach Feuergefahren fahnden, dürfen sie nicht unangekündigt kommen. Solch eine nicht angemeldete sogenannte Feuerbeschau beeinträchtigt den Vermieter ansonsten in seinem Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung, entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München in einem am Dienstag, 23. Oktober 2012, bekanntgegebenen Urteil (Az.: 10 BV 09.1860). Die Behörden seien aber nicht dazu verpflichtet, im Vorfeld mit dem Vermieter erst einen Termin abzustimmen. Die in regelmäßigen Abständen stattfindende Feuerbeschau wird in Gebäuden vorgenommen, in denen eine größere Zahl von Menschen leben, die bei einem ... weiter lesen
Ein Vorfall mit Pfefferspray in einer Schule kann sofortige Folgen haben, wenn Mitschüler und Lehrkräfte gesundheitliche Beschwerden geltend machen. In einem Eilverfahren ging es um einen 12-jährigen Schüler einer Berliner Grundschule, der gemeinsam mit einem Mitschüler in einer Schülertoilette Reizgas versprüht hatte. Die Schulleitung schloss ihn daraufhin mit sofortiger Wirkung für zehn Schultage vom Unterricht aus. Das Verwaltungsgericht Berlin wies den Eilantrag des Schülers zurück.
Das Wichtigste in Kürze
Ein 12-jähriger Schüler durfte nach dem Versprühen von Pfefferspray in einer Schülertoilette sofort für zehn Schultage vom Unterricht ausgeschlossen werden.
Einige Schüler sowie Lehrkräfte klagten über ... weiter lesen
Münster (jur). Transportunternehmer für Tiere sind selbst für das Tierwohl verantwortlich. Die Behauptung, sie hätten von dem mehrfachen Fehlverhalten ihrer Fahrer gar nichts gewusst, kann Unternehmern die Transporterlaubnis nicht retten, wie das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag, 15. Dezember 2022, in einem Eilbeschluss entschied (Az.: 4 L 422/22).
Es bestätigte damit das Vorgehen des Kreises Steinfurt in Nordrhein-Westfalen gegen einen Nutztierhandelsbetrieb. Das Veterinäramt des Kreises hatte eine Vielzahl von Verstößen gegen den Tierschutz festgestellt. Immer wieder soll das Unternehmen transportunfähige Rinder verladen und bei der Auslieferung am Schlachthof ... weiter lesen
Wer bereits in einem anderen EU-Staat mit einem Asylantrag gescheitert ist und später in Deutschland erneut Schutz sucht, steht vor einer wichtigen Hürde: Der neue Antrag kann als Folgeantrag unzulässig sein, wenn keine neuen Gründe vorgebracht werden. Genau das betraf einen irakischen Staatsangehörigen, dessen früheres Asylverfahren in Griechenland bereits rechtskräftig abgeschlossen war. Für Betroffene ist die Entscheidung aber auch aus einem anderen Grund wichtig: Eine Ausreisefrist von nur einer Woche war hier zu kurz.
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschied am 17. Juni 2026, dass der Asylantrag in Deutschland im Ergebnis unzulässig blieb. Der Bescheid wurde aber teilweise aufgehoben, soweit dem Kläger eine ... weiter lesen
Leipzig (jur). Zahlt ein evangelischer Pfarrer nicht die ihm auferlegten Kosten eines kirchengerichtlichen Rechtsstreits, können die Ansprüche vor den Zivilgerichten grundsätzlich durchgesetzt werden. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Mittwoch, 25. November 2015, geurteilt (Az.: 6 C 21.14).
Im konkreten Fall hatte ein Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland vor dem kirchlichen Verwaltungsgericht einen Rechtsstreit mit einer evangelischen Kirchengemeinde ausgefochten. Dabei hatte er erfolglos den Erlass einer einstweiligen Anordnung beantragt. Im Beschwerdeverfahren ließ sich die evangelische Kirchengemeinde von einem katholischen Anwalt vertreten.
Der Pfarrer hielt dies für ... weiter lesen
Wer dauerhaft in Deutschland bleiben möchte, kann bei der Niederlassungserlaubnis nicht allein auf eine aktuelle Erwerbsunfähigkeit verweisen. Viele Betroffene glauben, eine spätere Krankheit oder Behinderung genüge, um fehlende Rentenbeiträge auszugleichen. Das Verwaltungsgericht Osnabrück stellt nun klar: Entscheidend ist, ob die Krankheit oder Behinderung bereits früher verhindert hat, dass die nötigen Beiträge geleistet wurden. Das betrifft vor allem Ausländer, die eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis beantragen und die geforderten 60 Monate Beiträge zur Altersversorgung nicht nachweisen können.
Das Wichtigste in Kürze
Für eine Niederlassungserlaubnis sind grundsätzlich mindestens 60 Monate Pflichtbeiträge ... weiter lesen
Keine Ausnahmeerlaubnis für Betäubungsmittel zur Selbsttötung - kein Klagerecht von Hinterbliebenen
Dem Ehemann einer durch Selbsttötung aus dem Leben geschiedenen Frau steht kein Klagerecht zu, um nach deren Tode ihr Recht auf den Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gerichtlich feststellen zu lassen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln mit einem heute den Beteiligten bekannt gegebenen Urteil. Die mündliche Verhandlung hatte am 21. Februar 2006 stattgefunden.
Die seit einem Unfall im Jahre 2002 querschnittsgelähmte, weitgehend bewegungsunfähige Ehefrau des Klägers hatte im November 2004 beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn beantragt, ihr den Erwerb einer tödlich wirkenden Dosis ... weiter lesen
Minden (jur). Prostituierte in einem Bordell müssen bei Übergriffen durch Freier schnell Hilfe von vor Ort anwesendem Sicherheitspersonal herbeirufen können. Es reicht nicht aus, dass das Notrufsystem des Bordells eine SMS an die sich auswärts befindliche Bordellinhaberin schickt, die dann innerhalb von 20 Minuten herbeieilen kann, entschied das Verwaltungsgericht Minden in einem kürzlich veröffentlichten Beschluss vom 16. Mai 2023 (Az.: 3 L 276/23). Erforderlich für ein effektives Notrufsystem sei vielmehr, dass Prostituierte jederzeit einen Notruf an das im Bordell anwesende qualifizierte Sicherheitspersonal absetzen können.
Das Prostituiertenschutzgesetz schreibt in den „einzelnen für sexuelle Dienstleistungen genutzten ... weiter lesen
Hamburg (jur). Auch eine Vertrauensperson für schwerbehinderte Beschäftigte muss dem Beginn des Rentenalters ins Auge sehen. Dies hinauszuschieben ist weder notwendig noch sinnvoll, entschied das Verwaltungsgericht Hamburg in einem am Freitag, 24. November 2023, veröffentlichten Eilbeschluss (Az.: 20 E 4656/23).
Es wies damit einen schwerbehinderten Beamten der Hamburger Feuerwehr ab. Er ist als Vertrauensperson für die schwerbehinderten Beschäftigten der Feuerwehr gewählt, ebenso als Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Beschäftigten der Stadt. Seit 2012 ist er deswegen vollständig von seiner normalen Arbeit freigestellt.
Planmäßig soll er Ende November 2023 in den Ruhestand gehen. Doch schon im Juni 2023 ... weiter lesen
Übermäßige Papageienhaltung in einem Wohngebiet kann mit Rücksicht auf die Nachbar*schaft untersagt werden, entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz.
Auf einem Wohngrundstück einer Gemeinde im Raum Trier wurden 35 Papageien gehalten. Nur nachts waren sie im Haus, tagsüber aber in großen Volieren im Garten untergebracht. Als die zuständige Kreisverwaltung Trier-Saarburg mit Rücksicht auf die Nachbarn dagegen ein*schritt, rief der Vogelhalter das Verwaltungsgericht an. Seine Klage blieb aber sowohl dort als auch jetzt in zweiter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht ohne Erfolg.
In Wohngebieten sei die Haltung von Haustieren zwar grundsätzlich zulässig, befanden die Richter. Das gelte aber nur im Rahmen der für ... weiter lesen