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Verwaltungsrecht
Disziplinarverfahren dauert länger: Sechs Monate sind keine feste FristExperten-Branchenbuch.de
Wer als Beamter in einem Disziplinarverfahren steckt, erwartet oft eine zügige Entscheidung. Viele Betroffene glauben: Nach sechs Monaten muss die Behörde fertig sein oder das Gericht setzt ihr eine Frist. So einfach ist es aber nicht. Das zeigt ein aktueller Beschluss des Oberverwaltungsgerichts NRW zu einem laufenden behördlichen Disziplinarverfahren.
Praktisch wichtig ist die Entscheidung für Beamte, gegen die disziplinarrechtlich ermittelt wird, und für Dienstbehörden. Denn das Gericht stellt klar: Die Sechs-Monats-Regel im Bundesdisziplinargesetz soll Verfahren beschleunigen, sie ist aber keine starre Abschlussfrist.
Das Wichtigste in Kürze
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat die Beschwerde eines Beamten ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Prozesskostenhilfe kurz vor Termin: Fehlende Unterlagen können Antrag kippenExperten-Branchenbuch.de
Wer kurz vor einer mündlichen Verhandlung noch Prozesskostenhilfe beantragt, darf sich nicht darauf verlassen, dass das Gericht fehlende Unterlagen nachfordert. Entscheidend ist, ob der Antrag vor Abschluss der Instanz vollständig und bewilligungsreif war. Das ist besonders wichtig für Personen, die ein Verfahren führen, die Kosten aber nicht selbst tragen können.
In dem entschiedenen Fall hatte ein fraktionsloses Stadtratsmitglied erneut Prozesskostenhilfe beantragt, allerdings ohne aktuelle Erklärung zu seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen und ohne die erforderlichen Belege. Die Beschwerde gegen die Ablehnung blieb erfolglos. Der Beschluss macht deutlich: Ein später oder unvollständig gestellter Antrag kann ... weiter lesen
Verkehrsrecht
Auffahrunfall nach Lkw-Spurwechsel: Abstand bleibt entscheidendExperten-Branchenbuch.de
Wer auf einer Autobahnabfahrt hinter einem anderen Fahrzeug fährt, muss auch mit einer plötzlichen starken Bremsung rechnen. Ein gefährlicher Spurwechsel eines Lkw kann zwar der Auslöser einer Bremsreaktion sein. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass der Auffahrende von seiner Verantwortung frei wird. Für Autofahrer und Versicherer ist die Entscheidung wichtig, weil sie zeigt: Bei einem Auffahrunfall bleibt der Sicherheitsabstand oft der entscheidende Punkt.
Das Landgericht Dortmund hat eine Regressklage eines Haftpflichtversicherers nach einem Unfall auf der BAB 2 abgewiesen. Der Versicherer wollte von der Versicherung eines Lkw Ersatz für bereits geleistete Zahlungen. Das Gericht sah die Verantwortung für die Kollision ... weiter lesen
Baurecht / Architektenrecht
Nachbar wehrt sich gegen Bauprojekt: Streitwert kann höher ausfallenExperten-Branchenbuch.de
Wer ein Bauprojekt nebenan stoppen oder überprüfen lassen will, denkt oft zuerst an Lärm, Schattenwurf oder die Nutzung des eigenen Grundstücks. Rechtlich geht es aber auch um den Streitwert , also um die Grundlage für Gerichts- und Anwaltskosten. Für Grundstückseigentümer ist das wichtig, weil sich bei Baunachbarverfahren die Kostenrisiken nach diesem Wert richten können. Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat nun seinen Rahmen für solche Fälle an den aktualisierten Streitwertkatalog angepasst.
Das Wichtigste in Kürze
Bei Baunachbarklagen legt das Beschwerdegericht künftig grundsätzlich einen Streitwertrahmen von 10.000 bis 40.000 Euro zugrunde.
Maßgeblich bleibt das objektive Gewicht der geltend gemachten ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Asylverfahren: Antrag auf Verbleib muss ans richtige GerichtExperten-Branchenbuch.de
Wer nach einer ablehnenden Asylentscheidung weiter in Deutschland bleiben will, muss im gerichtlichen Verfahren genau auf den richtigen Antrag und das richtige Gericht achten. Viele Betroffene könnten annehmen, dass ein zusätzlicher Antrag auf ein Recht auf Verbleib direkt beim Oberverwaltungsgericht zu stellen ist, wenn es um die Zulassung der Berufung geht. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat nun klargestellt: Zuständig ist in dieser Konstellation das Verwaltungsgericht, bei dem auch der Antrag auf Zulassung der Berufung einzureichen ist. Praktisch wichtig ist die Entscheidung vor allem für Asylbewerber, deren Verfahren in die Übergangszeit der neuen europäischen Asylregeln fällt.
Das Wichtigste in Kürze ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Lose Fassadenteile: Eigentümerin muss Zwangsgeld hinnehmenExperten-Branchenbuch.de
Wenn an einer Fassade lose Teile vermutet werden, reicht es nach einer behördlichen Anordnung nicht aus, pauschal auf angeblich erledigte Arbeiten zu verweisen. Wer eine verlangte Fachunternehmererklärung nicht vorlegt und auch keine vorläufige Sicherung der Fassade vornimmt, riskiert ein Zwangsgeld . Für Eigentümer ist die Entscheidung wichtig, weil sie zeigt: Ist eine Grundverfügung bestandskräftig, wird ihre Rechtmäßigkeit im späteren Streit um das Zwangsgeld grundsätzlich nicht noch einmal geprüft.
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Beschwerde einer Eigentümerin zurückgewiesen. Sie wollte vorläufigen Rechtsschutz gegen eine Zwangsgeldfestsetzung mit Androhung eines weiteren Zwangsgelds erreichen. Damit ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Mehrere Behördenbescheide: Wer nur einen angreift, riskiert FristverlustExperten-Branchenbuch.de
Wer von einer Behörde mehrere Schreiben zum selben Vorgang bekommt, kann leicht annehmen: Eine Klage gegen den einen Bescheid erfasst auch den anderen. Genau das ist riskant. Denn wenn ein Bescheid nicht rechtzeitig und eindeutig angegriffen wird, kann später auch ein Eilantrag scheitern. Für Bauherren und andere Betroffene in Verwaltungsverfahren ist die Entscheidung besonders wichtig, weil sie zeigt, wie streng Gerichte bei Klagefristen und Klagezielen sein können.
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Beschwerde einer Antragstellerin zurückgewiesen. Sie wollte erreichen, dass die Wirkung einer Klage gegen eine behördliche Ordnungsverfügung vorläufig berücksichtigt wird. Nach Auffassung des Gerichts war die ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Beförderungsstopp bei Stabsfeldwebeln: Warum freie Stellen nicht reichenExperten-Branchenbuch.de
Wer auf eine Beförderung wartet, schaut oft zuerst auf freie Planstellen. Sind noch Stellen vorhanden, liegt der Gedanke nahe: Dann muss auch weiter ausgewählt und befördert werden. Genau diese Annahme kann aber trügen, wenn der Dienstherr das Beförderungsverfahren insgesamt stoppt. Für Soldaten, die eine Beförderung zum Stabsfeldwebel anstreben, zeigt eine aktuelle Entscheidung: Ein freier Dienstposten oder eine freie Planstelle ersetzt nicht die Entscheidung des Dienstherrn, ein Amt tatsächlich zu besetzen.
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat die Beschwerde eines Antragstellers zurückgewiesen. Der Soldat wollte im Eilverfahren erreichen, dass sein Beförderungsbegehren weiter verfolgt wird. Nach Auffassung des Gerichts fehlten ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Beförderung zum Stabsfeldwebel gestoppt: Freie Stellen reichen nichtExperten-Branchenbuch.de
Wer bei der Bundeswehr auf eine Beförderung wartet, kann nicht automatisch auf noch freie Planstellen verweisen. Entscheidend ist, ob der Dienstherr diese Stellen aktuell überhaupt besetzen will. Für Soldaten, die eine Beförderung zum Stabsfeldwebel erwarten, ist das praktisch wichtig: Ein Beförderungsstopp kann den Eilrechtsschutz scheitern lassen. Das Oberverwaltungsgericht NRW hat deshalb die Beschwerde eines Antragstellers zurückgewiesen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Beschwerde gegen die abgelehnte Eilentscheidung blieb ohne Erfolg.
Das Gericht sah keinen Anordnungsgrund , weil derzeit keine weiteren Beförderungen zum Stabsfeldwebel erfolgen sollen.
Auch ein Anordnungsanspruch bestand nicht, weil der ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Aufenthaltskarte vor Gericht: Streitwert kann höher ausfallen als gedachtExperten-Branchenbuch.de
Wer wegen einer Aufenthaltskarte nach dem FreizügG/EU vor Gericht zieht, sollte das Kostenrisiko nicht allein nach der Laufzeit der Karte einschätzen. Auch wenn die Aufenthaltskarte nur für fünf Jahre ausgestellt wird, kann der gerichtliche Streitwert höher liegen. Entscheidend ist nach dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen, dass mit der Karte ein unbefristetes Freizügigkeitsrecht bescheinigt wird. Für Betroffene ist das vor allem wichtig, weil sich Gerichts- und Verfahrenskosten am Streitwert orientieren.
Das Wichtigste in Kürze
Das Berufungsverfahren wurde eingestellt, nachdem der Kläger seine Berufung zurückgenommen hatte.
Die Kosten des Berufungsverfahrens trägt der Kläger.
Der Streitwert wurde ... weiter lesen
Baurecht, privat
Vorgarten als Parkplatz: Warum ein Stellplatz genehmigungspflichtig sein kannExperten-Branchenbuch.de
Wer den eigenen Vorgarten pflastert, um dort ein Auto oder Fahrräder abzustellen, kann in geschützten Siedlungen nicht einfach auf sein Eigentum verweisen. Gerade in alten Gartenstadtquartieren kann der grüne Vorgarten Teil des geschützten Ortsbilds sein. Für Eigentümer ist das praktisch wichtig, weil ein Stellplatz dann nicht nur eine Frage des Parkdrucks ist, sondern auch eine Genehmigung nach städtebaulichem Erhaltungsrecht auslösen kann. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat am 9. Juni 2026 im Verfahren 12 K 483/26 die Klage eines Eigentümers aus der Steenkamp-Siedlung abgewiesen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein gepflasterter Pkw-Stellplatz im Vorgarten kann eine bauliche Anlage sein und in einem Erhaltungsgebiet ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Inobhutnahme: Kind muss im Gerichtsverfahren eine eigene Stimme bekommenExperten-Branchenbuch.de
Wenn das Jugendamt ein Kind in Obhut nimmt, prallen oft existenzielle Interessen aufeinander: Eltern wollen die Maßnahme beenden, das Kind kann zugleich ein eigenes Schutzinteresse haben. Viele Beteiligte könnten annehmen, dass ein Gerichtsverfahren gegen die Inobhutnahme vor allem zwischen Elternteil und Jugendamt geführt wird. Das Verwaltungsgericht Hannover stellt nun klar: Bei einer noch laufenden Inobhutnahme muss auch das betroffene Kind eine eigene verfahrensrechtliche Position erhalten.
Wichtig ist die Entscheidung für Eltern, Jugendämter und alle, die an Verfahren über eine Inobhutnahme beteiligt sind. Denn das Kind ist nach Auffassung des Gerichts nicht bloß Objekt einer staatlichen Maßnahme, sondern Rechtssubjekt ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Besondere Häufung erheblicher Rechtsverstöße kann subsidiären Schutz ausschließenExperten-Branchenbuch.de
Wer in Deutschland subsidiären Schutz beantragt und wiederholt erheblich gegen das Recht verstößt, kann vom Schutzstatus auch dann ausgeschlossen sein, wenn keine einzelne Tat für sich allein das Gewicht einer Straftat von besonderem Gewicht erreicht. Genau diese Annahme war in einem Asylverfahren entscheidend. Maßgeblich war dabei die Gesamtbetrachtung wiederholter Rechtsverstöße . Das Bundesverwaltungsgericht hat dies mit einem den Beteiligten am Vortag der Mitteilung zugestellten Urteil vom 8. Juni 2026 entschieden.
Das Wichtigste in Kürze
Subsidiärer Schutz kann nach § 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Alt. 1 AsylG ausgeschlossen sein, wenn schwerwiegende Gründe für eine Gefahr für die Allgemeinheit sprechen.
Eine ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Denkmalschutz trotz Umbauten: Warum auch Durchschnittsbauten geschützt sein könnenExperten-Branchenbuch.de
Wer ein älteres Gebäude besitzt, kann sich nicht darauf verlassen, dass nur besonders berühmte oder einzigartige Bauten unter Denkmalschutz fallen. Auch ein Appartementhaus mit späteren Veränderungen kann als Baudenkmal eingetragen werden. Für Eigentümer ist das praktisch wichtig, weil eine solche Eintragung den Umgang mit dem Gebäude erheblich prägt. Das Oberverwaltungsgericht NRW hat in einem aktuellen Beschluss die Hürden für einen erfolgreichen Angriff gegen eine Denkmaleintragung deutlich gemacht.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Appartementhaus bleibt in der Denkmalliste eingetragen.
Ein Gebäude muss nicht einzigartig sein oder aus der Masse herausragen, um denkmalwürdig zu sein.
Regelmäßig wird ein ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Beamter auf Probe: Schlechte Beurteilung reicht nicht für EilrechtsschutzExperten-Branchenbuch.de
Wer als Beamter auf Probe eine schlechte dienstliche Beurteilung erhält, steht oft unter erheblichem Druck. Besonders heikel wird es, wenn davon die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit abhängt. Viele Betroffene glauben dann, eine aus ihrer Sicht falsche oder ungerechte Beurteilung müsse im Eilverfahren sofort korrigiert werden. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen stellt in einem Beschluss klar: Dafür reicht es nicht aus, Fehler oder Spannungen mit dem Vorgesetzten zu behaupten.
Betroffen sind vor allem Beamte auf Probe , Lehrkräfte im Landesdienst und Dienststellen, die über Bewährung, Beurteilungen und Versetzungen entscheiden. Praktisch wichtig ist die Entscheidung, weil sie zeigt, wie hoch die ... weiter lesen
Strafrecht
Minderjähriger zur Prostitution vermittelt: Vorwurf muss neu geprüft werdenExperten-Branchenbuch.de
Wer einen Minderjährigen zu entgeltlichen sexuellen Handlungen vermittelt, bewegt sich strafrechtlich in einem besonders sensiblen Bereich. Viele könnten annehmen, entscheidend sei nur, ob der Minderjährige bereits vorher dazu bereit war. Der Bundesgerichtshof macht nun deutlich: Gerade die Frage, ob ein Erwachsener einen jungen Menschen zur Prostitution veranlasst hat, muss sorgfältig und rechtsfehlerfrei geprüft werden. Betroffen sind vor allem Minderjährige, Angehörige, Strafverfolgungsbehörden und Gerichte, die solche Fälle einordnen müssen.
Das Wichtigste in Kürze
Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil des Landgerichts Hamburg teilweise beanstandet.
Neu verhandelt werden muss, ob der angeklagte Vater seinen ... weiter lesen
Strafrecht
Gold im Elektronikschrott: Haftstrafen nach manipulierten Proben rechtskräftigExperten-Branchenbuch.de
Wer in einem Unternehmen Proben nimmt oder Abrechnungswerte vorbereitet, sitzt oft an einer entscheidenden Stelle. Werden solche Proben manipuliert, kann aus einem internen Kontrollvorgang ein millionenschwerer Betrugsfall werden. Genau darum ging es bei Lieferungen von Elektronikschrott an ein Traditionsunternehmen zur Rückgewinnung von Edelmetallen. Für Beschäftigte in Schlüsselpositionen, Lieferanten und Unternehmen ist die Entscheidung wichtig, weil sie zeigt: Manipulierte Prüfwerte, heimliche Zahlungen und verschwiegene Einnahmen können zu langen Freiheitsstrafen und zur Abschöpfung hoher Beträge führen.
Das Wichtigste in Kürze
Der Bundesgerichtshof hat die Revisionen der drei Angeklagten und der drei ... weiter lesen
Verkehrsrecht
Unfall mit jungem Auto: Lange Standzeit kann Neuwagenersatz ausschließenExperten-Branchenbuch.de
Wer mit einem fast unbenutzten Auto in einen Unfall gerät, erwartet oft Ersatz wie bei einem Neuwagen. Doch geringe Kilometerzahl und eine sehr kurze Zulassungsdauer reichen nicht immer aus. Wichtig kann auch sein, ob das Fahrzeug schon lange vor der Erstzulassung beim Händler oder Erwerber stand. Für Käufer hochwertiger Fahrzeuge und für Unfallgeschädigte ist die Entscheidung besonders relevant, weil es um den Unterschied zwischen Reparaturkosten und einer deutlich teureren Abrechnung auf Neuwagenbasis gehen kann.
Das Wichtigste in Kürze
Ein unfallbeschädigtes Auto kann trotz weniger als einem Monat Zulassung und weniger als 1.000 Kilometern nicht mehr als neuwertig gelten.
Nach der Entscheidung ist eine ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Windrad-Bau in Brutzeit: Artenschutz kann Bau und Betrieb ausbremsenExperten-Branchenbuch.de
Wer Windenergieanlagen plant oder ältere Anlagen durch neue ersetzen will, kann nicht allein mit Bauzeitplan und Stromertrag rechnen. Liegen Kranichbrutstätten in der Nähe oder fehlen genaue Daten zu Fledermausaktivitäten, können Behörden Bauarbeiten zeitlich untersagen und Abschaltungen anordnen. Für Betreiber ist das praktisch wichtig, weil sich Projekte verzögern und der Betrieb zeitweise eingeschränkt werden kann. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat solche Schutzmaßnahmen in einem Windenergieprojekt bestätigt.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Windenergieunternehmen durfte Nebenbestimmungen in einer Genehmigung nicht erfolgreich angreifen.
Das Bauverbot vom 1. Februar bis 15. September zum Schutz von ... weiter lesen
Verwaltungsrecht
Asylantrag nach Ablehnung in Griechenland: Ausreisefrist darf nicht zu kurz seinExperten-Branchenbuch.de
Wer bereits in einem anderen EU-Staat mit einem Asylantrag gescheitert ist und später in Deutschland erneut Schutz sucht, steht vor einer wichtigen Hürde: Der neue Antrag kann als Folgeantrag unzulässig sein, wenn keine neuen Gründe vorgebracht werden. Genau das betraf einen irakischen Staatsangehörigen, dessen früheres Asylverfahren in Griechenland bereits rechtskräftig abgeschlossen war. Für Betroffene ist die Entscheidung aber auch aus einem anderen Grund wichtig: Eine Ausreisefrist von nur einer Woche war hier zu kurz.
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschied am 17. Juni 2026, dass der Asylantrag in Deutschland im Ergebnis unzulässig blieb. Der Bescheid wurde aber teilweise aufgehoben, soweit dem Kläger eine ... weiter lesen