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Rechtsanwälte – Ortsverzeichnis zum Inkasso/Forderungseinzug

Orte


Rechtsanwälte im Rechtsgebiet Inkasso/Forderungseinzug

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HAJDU AG  Eupenerstr. 161, 50933 Köln
HAJDU AG Rechtsanwaltsgesellschaft
Telefon: 0221-8000 563
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Eugen Klein  Hans-Böckler-Allee 26, 30173 Hannover
activeLAW - Klein.Offenhausen.Wolf
Telefon: (05 11) 5 47 47 - 0
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Andre Brüggemann  Allee 1, 32756 Detmold
Brüggemann
Telefon: 05231 306 303
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Thomas Staib  Goethestr. 41, 75173 Pforzheim
STAIB & PARTNER Rechtsanwälte - Fachanwalt für Arbeitsrecht
Telefon: 07231/933600
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Jürgen Vasel  Reinhäuser Landstraße 80, 37083 Göttingen
Rechtsanwalt Jürgen Vasel
Telefon: 0551/43600
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Franz Schmitz  Am Brauhof 2, 53721 Siegburg
Schmitz & Haller
Telefon: 02241/63300 oder 64800
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Thorsten Haßiepen  Echter Straße 24, 41844 Wegberg
Rechtsanwaltskanzlei Haßiepen
Telefon: (0 24 34) 42 72
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Rechtsanwalt Götz Wagner  Bahnhofstr. 49, 35390 Gießen
kf+w Kirschstein-Freund + Wagner
Telefon: 0641-971430
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Rechtsanwalt Alexander Georg Müller  Podbielskistraße 40, 30177 Hannover
Rechtsanwälte Müller & Möller
Telefon: 0511-7610066
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug
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Angelo Li Puma  Bahnhofstr. 4, 75015 Bretten
Telefon: 07252 / 966484
Schwerpunkt: Inkasso/Forderungseinzug

Infos zum Rechtsanwalt für Inkasso/Forderungseinzug

Inkasso

Wenn die Forderung aus einer Mahnung lange Zeit unbezahlt bleibt, greifen viele Unternehmen zur Methode des Inkassos. Hierbei wird ein Inkassounternehmen beauftragt, den fälligen Betrag einzutreiben. Das Inkassounternehmen betreibt den Einzug fremder Schulden geschäftsmäßig, dies ist nach §§ 2 Abs. 2, 10 Abs. 1 Nr.1 Rechtsdienstleistungsgesetz erlaubnispflichtig. Es gibt unterschiedliche Arten von Beitreibung der Schuld durch Inkassounternehmen. So kann das Inkassounternehmen vom Gläubiger beauftragt werden, das Geld einzutreiben, hier wird das Inkassounternehmen namens und im Auftrag des Auftraggebers tätig. Im zweiten Fall erhält das Inkassounternehmen eine Einziehungsermächtigung vom Gläubiger, hier wird das Unternehmen in seinem eigenen Namen die Zahlung verlangen. Bei der sogenannten Inkassozession wird die Forderung nach § 398 BGB abgetreten. Die Vollabtretung bedeutet, dass das Unternehmen die Forderung gekauft hat dies nennt man „Abtretung ohne Zweckbindung“.

 

Vergütung des Inkassounternehmens

Die Höhe der Vergütung für die Eintreibung von Schulden ist zwischen Inkassoagentur und Auftraggeber frei vereinbar. Es existieren keine Vergütungsordnungen wie zum Beispiel bei Rechtsanwälten. In aller Regel gleichen die Inkassounternehmen ihren Anspruch an die Gebühren des vorgerichtlichen Einzugs von Forderungen bei Rechtsanwälten an. Somit richtet sich die Höhe der Vergütung nach dem Umfang der Hauptforderung, sie ist gestaffelt. Wie die Gebühr für Rechtsanwälte ist dies ein Pauschalbetrag der sämtliche Tätigkeiten des Inkassounternehmens zur Schuldeintreibung einschließt. Das heißt, es ist egal, welchen Umfang die Arbeit des Inkassounternehmens hat, ob nur ein Schreiben oder mehrere verfasst und abgeschickt wurden. Wird ein Vergleich mit dem Schuldner abgeschlossen, erhalten die Unternehmen in aller Regel eine vereinbarte Vergleichsvergütung. Es gibt jedoch durchaus auch Vergütungen die sich an Einzelleistungen orientieren. Ist der Forderungseinzug bereits nachgerichtlich, hat die Forderung also bereits einen Gerichtstitel, vereinbaren Inkassofirma und Auftraggeber gerne eine Erfolgsprovision. Deren Höhe hängt davon ab, in welcher Höhe das Inkassounternehmen anfallende Kosten wie Gerichtsvollziehergebühren und Gerichtskosten übernimmt.

 

Kosten für den Schuldner

Die Beträge, die ein Schuldner für die Bearbeitung seines Falles durch ein solches Unternehmen bezahlen muss, sind oft horrend. Nach §§ 134, 138 BGB ist die Grenze der Höhe der Inkassovergütung in dem Fall erreicht, wenn die Summe sittenwidrig oder wucherisch ist. Ist dies der Fall, ist die Vereinbarung wirkungslos. Die Höhe der Inkassovergütungen ist nicht gesetzlich geregelt. Die Höhe der Summe, die der Schuldner zu bezahlen hat, hat nichts mit der Vergütungsvereinbarung zwischen Auftraggeber und Inkassofirma zu tun. Der Schuldner muss jedoch auf jeden Fall die durch seine Weigerung oder Unfähigkeit zu zahlen entstandenen Rechtsverfolgungskosten bezahlen. Dies ist im § 1§34, 138 BGB geregelt. Welche Summe er an die Inkassounternehmen zahlen muss, ist in der herrschenden Rechtsprechung nicht geregelt. Hier herrscht eine absolut uneinheitliche Rechtsprechung. Es stimmt nicht, dass die Höhe der Inkassovergütung die Höhe von Anwaltsgebühren nicht überschreiten darf. Die Anwaltsgebühren können allenfalls eine gewisse Leitlinie darstellen. Die Inkassokosten müssen jedoch im Rahmen üblicher Inkassovergütungen bleiben.

 

Schwarze Schafe

In der Inkassobranche durchaus häufig anzutreffen sind „Schwarze Schafe“, die ihren Erfolg bei der Schuldeneintreibung durch mehr oder weniger illegale Praktiken generieren. Die harmloseste Form ist noch das Versenden von absichtlich äußerst einschüchternden Briefen. Oft werden Inkassounternehmen auch von Onlinehändlern beauftragt, Forderungen die aus unwirksamen oder untergeschobenen Verträgen stammen, einzutreiben. Oftmals werden hier der Tatbestand der Nötigung und andere Straftatbestände erfüllt, zum Beispiel dann, wenn die Kreditwürdigkeit des Schuldners beeinträchtigt wird, zum Beispiel durch einen Eintrag bei der Schufa. Eine andere Methode der Inkassounternehmen ist die Anprangerung, wobei das geschäftliche oder private Umfeld des Schuldners über die Schuldenlast informiert wird. Auch die Einschüchterung ist eine bewährte Methode. Hier werden hochnotpeinliche juristische Konsequenzen vorgespiegelt. Auch die indirekte Drohung mit dem wirtschaftlichen Ruin durch immer höher werdende Inkassogebühren feiert fröhliche Urstände. Auf jeden Fall illegal und strafrechtlich verfolgbar sind Selbstjustiz, Gewaltanwendung oder die Androhung von Gewaltanwendung sowie die Nötigung. Die Häufung der Beitreibung der Schulden durch Inkassounternehmen ist dem Umstand zu verdanken, dass die entstehenden internen Kosten nicht auf den Schuldner abgewälzt werden können, die externen Forderungen des Inkassobüros jedoch sehr wohl.

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Interessante Entscheidungen

LAG-HAMM, AZ. 14 Ta 518/09:
1. Die Beiordnung eines Rechtsanwalts im Sinne des § 121 Abs. 2 Alt. 1 ZPO ist erforderlich, wenn aus Gründen in dem der Rechtsverfolgung zugrundeliegenden Anspruch oder in dem dafür erforderlichen Verfahren (Sach- und Rechtslage) oder aus Gründen in der Person der Partei eine anwaltliche Vertretung im Verfahren notwendig ist. Entscheidend ist, ob eine Partei, welche nicht auf Prozesskostenhilfe angewiesen ist, unter Abwägung ihrer Prozessrisiken und Berücksichtigung ihres Kostenrisikos in einem vergleichbaren Fall vernünftigerweise einen Rechtsanwalt hinzuziehen würde. 2. Die Annahme, der erste Rechtszug sei gerade in Arbeitssachen voller materiellrechtlicher und verfahrensrechtlicher Fallstricke, rechtfertigt eine Beiordnung nicht (gegen LAG Sachsen, 23. Juni 1998, 2 Ta 99/98, LAGE ZPO § 114 Nr. 31). Ebenso wenig reicht es aus, dass zum Zeitpunkt der Entscheidungsreife des Prozesskostenhilfe- und Beiordnungsgesuchs der weitere Verfahrensablauf nicht absehbar ist, insbesondere ob, wie und wann der Arbeitgeber sich gegen die Klage verteidigen wird (gegen LAG Niedersachsen, 4. Juni 2004, 10 Ta 241/04, LAGE ZPO 2002 § 114 Nr. 2). 3. Sind im Falle einer Zahlungsklage zum Zeitpunkt der Entscheidung über eine Beiordnung die Ermittlung der tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen des Anspruchsgrundes sowie die Berechnung der Höhe der Zahlungsforderung einfach und liegen Einwendungen der Gegenseite nicht vor, so dass insgesamt Schwierigkeiten bei der gerichtlichen Durchsetzung des Zahlungsanspruchs nicht zu erwarten sind, hat die Partei - unter Inanspruchnahme der Hilfe der Rechtsantragsstelle - ihre Zahlungsforderung zunächst selbst klageweise zu verfolgen.

OLG-KOELN, AZ. 9 U 78/96:
1.) Unrichtige Angaben über die Kilometerleistung - 24.000 km statt 46.000 km - sind auch bei Folgenlosigkeit generell geeignet, die Interessen des Kaskoversicherers ernsthaft zu gefährden. 2.) Unrichtige Angaben gegenüber einem vom Versicherer mit der Schadensermittlung beauftragten Sachverständigen stehen Angaben gegenüber dem Versicherer selbst gleich. Eine gesonderte Belehrung durch den Sachverständigen über die Folgen unrichtiger Angaben ist nicht erforderlich, wenn der Versicherungsnehmer im Rahmen der Schadensanzeige bereits ausreichend belehrt worden ist.


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